100 Jahre Terra Cotta: Schätze und Gefahren in Chicago!
Entdecken Sie die bedeutende Northwestern Terra Cotta Sammlung im National Building Museum, die 100 Jahre Terra Cotta Architektur feiert.

100 Jahre Terra Cotta: Schätze und Gefahren in Chicago!
Im August 2025 jährt sich ein bedeutendes Ereignis in der Geschichte der Architektur. Genauer gesagt, es handelt sich um den 100. Jahrestag des prototypischen Schulhauses, das von der Northwestern Terra Cotta Company (NTCC) entwickelt wurde. Diese Firma, die 1877 in Chicago gegründet wurde, war bis zu ihrer Schließung im Jahr 1956 ein Schwergewicht in der Herstellung von architektonischem Terra Cotta, einem Material, das nach dem Großen Brand von Chicago 1871 an Bedeutung gewann. Terra Cotta, italienisch für „gebrannte Erde“, ist ein vielseitiges Baumaterial, das für dekorative Fassaden und komplexe Designs in vielen ikonischen Gebäuden Chicagos verwendet wird. Die Materialkunde und das Designvariationen haben die NTCC in der Branche hoch im Kurs stehen lassen, berichtet das National Building Museum.
Die NTCC stellte nicht nur über 64.000 architektonische Zeichnungen her, die sich in einer der größten Sammlungen ihrer Art im National Building Museum befinden, sondern war auch an mehr als 15.000 Bauprojekten beteiligt. Zu den berühmtesten Architekten, die die Dienste der NTCC in Anspruch nahmen, zählen Größen wie Frank Lloyd Wright und Louis Sullivan. Eine ihrer bekanntesten Leistungen ist das Wrigley Building, das erste Hochhaus, das vollständig mit Terra Cotta verkleidet ist.
Ein Erbe in Gefahr
Doch das Erbe der Terra Cotta-Bauten ist bedroht. In Chicago sind zahlreiche dieser architektonischen Juwelen gefährdet, darunter auch einige, die kürzlich in die Liste der „Chicago 7 Most Endangered“ aufgenommen wurden. Sie stammen aus der Zeit zwischen den 1890er und 1940er Jahren und sind nicht nur bedeutend für die Architekturgeschichte, sondern auch für die städtische Identität. Gebäude, die lange leerstehen, wie das May Furniture Building oder die Germania Club, müssen dringend beherzt angepackt werden, um sie vor dem Abriss zu retten, wie das Preservation Chicago eindringlich warnt.
Die meisten dieser Gebäude zeichnen sich durch ihre raffinierte Terra Cotta-Fassade aus, die sowohl ästhetisch reizvoll als auch funktional feuerfest ist. Die „Chicago School“ der Architektur hat Terra Cotta als bevorzugtes Material genutzt. Diese Bauweise ist historisch bedeutsam und ist ein Grund, warum viele Gebäude im Loop und in der Central Area als Chicago Landmarks anerkannt sind. Dennoch sind kleinere Nachbarschaftsgebäude oft unbemerkt und ungeschützt, was sie besonders anfällig für Verfall und Abriss macht.
Die Bedeutung von Forschung und Erhalt
Der Erhalt dieser faszinierenden Bauwerke, die oft aus dem oberen Stand der Architektur stammen, ist nicht nur eine Frage des Denkmalschutzes. Die Mehrheit der Forschungsanfragen an das National Building Museum stammt von Unternehmen, die alte Terra Cotta-Elemente restaurieren oder ersetzen möchten. Der Zugang zu den Originalzeichnungen ist unverzichtbar für präzise Reparaturen, da es oft um komplexe Fliesenanordnungen geht.
Die NTCC hat durch die Spende ihrer Zeichnungen an das Museum 1983 dessen Ruf als nationales Archiv für architektonisches Erbe gefestigt. Die Mehrheit der Anfragen – etwa 70% – kommen von Befürwortern des historischen Erhalts. Daher ist es wichtig, die Grundlagen des Designs und die Herstellung von Terra Cotta besser zu verstehen, um das kulturelle Erbe zu bewahren, das bis in die antiken Zivilisationen zurückreicht.
Insgesamt zeigt sich, dass Terra Cotta als vielseitiges und langlebiges Material nicht nur für die Architekturgeschichte wichtig ist, sondern auch für das Stadtbild vieler amerikanischer Städte. Die Herausforderungen, vor denen diese einzigartigen Bauwerke stehen, sind alarmierend und erfordern sofortige Maßnahmen, um den Verlust dieser wertvollen Architektur zu verhindern.