Großbrand in Dresdens leerer Staatsoperette: Gebäude komplett ausgebrannt!
Ein Großbrand in der alten Staatsoperette in Dresden-Leuben führte zu einem vollständigen Ausbruch des Gebäudes. Die Brandursache ist unklar.

Großbrand in Dresdens leerer Staatsoperette: Gebäude komplett ausgebrannt!
In der Nacht zu Samstag, dem 07. Juni, brach ein verheerender Großbrand in der ehemaligen Staatsoperette in Dresden-Leuben aus. Das bedeutende historische Gebäude, das seit 2016 leersteht, ist vollständig ausgebrannt. Der geschätzte Schaden beläuft sich auf einen sechs- bis siebenstelligen Betrag. Stadtsprecher bestätigen, dass das Gelände bereits öfter Ziel von Vandalismus war. Die Brandursache bleibt bisher unklar, jedoch haben Brandursachenermittler ihre Untersuchungen am Einsatzort abgeschlossen und befinden sich nun in der Auswertungsphase.
Die Feuerwehr war mit rund 150 Einsatzkräften mehrere Stunden im Einsatz. Um 5:30 Uhr konnte schließlich Entwarnung gegeben werden, nachdem die Flammen gelöscht waren. Unterstützt wurde die Feuerwehr nicht nur vom Technischen Hilfswerk, das das Dach abdeckte, sondern auch von einer Drohnenstaffel des Arbeiter-Samariter-Bunds. Mit diesen Maßnahmen wollte man an die noch glühenden Brandherde gelangen. Die Rauchwolke war während des Einsatzes aufgrund wechselnder Winde äußerst unberechenbar, was die Löscharbeiten zusätzlich erschwerte. Die Feuerwehr kritisierte auch Schaulustige, die mit eigenen Drohnen den Einsatzort belagerten und damit Gefahr liefen, den Einsatz zu behindern.
Einsturz und Evakuierungen
Ein trauriges Ergebnis des Brandes: Der hintere Teil des Komplexes, in dem sich der Zuschauerraum befand, ist eingestürzt. Aufgrund der akuten Einsturzgefahr ist das Betreten des Haupthauses und des ehemaligen Zuschauerraums mittlerweile verboten. Auch zwei angrenzende Wohngebäude mussten vorsorglich evakuiert werden, während Anwohner im Umkreis von einem Kilometer angewiesen wurden, Fenster und Türen zu schließen. Für viele in der Umgebung war der Vorfall alarmierend, nicht zuletzt, weil am gleichen Tag ein weiterer Brand in einem leerstehenden Gebäude in Dresden-Neustadt gemeldet wurde.
Die alte Staatsoperette blickt auf eine lange Tradition zurück und war als musikalisches Volkstheater in Dresden über 240 Jahre lang aktiv. Ihr letzter Standort im ehemaligen Gasthof in Leuben war seit Oktober 1947 eine feste Institution, bis die Aufführungen im Dezember 2016 ins Areal des ehemaligen Kraftwerks Mitte verlegt wurden. Die Immobilie ist im Eigentum der Stadt Dresden, die nun schwere Vorwürfe einstecken muss, dass das Gelände nicht ausreichend geschützt wurde, um derartige Vorfälle zu verhindern.
Für die nächsten Tage dürften in der Stadt zahlreiche Gespräche und Ermittlungen stattfinden, während die Schadensursache weiter untersucht wird und die Frage im Raum steht, wie es mit dem geschichtsträchtigen Gebäude weitergehen kann. Der Verlust dieser traditionsreichen Kulturstätte ist ein herber Schlag für die Dresdner Kulturszene.